Schweiz

Grenznahe Gastronomie von Frankenstärke betroffen

„Grenzregionen leiden weiter“, so eine der Kernaussagen, die im Rahmen der Top 25 Schweiz-Umfrage unter Gastronomen von food-service gemacht wurden. Im Rahmen dieser jährlichen Marktforschung wurde unter anderem abgefragt, welche Auswirkungen der starke Franken 2016/’17 auf das Gastro-Business der Top 25 hat. Hier die wichtigsten Statements, vorab drei Sätze zur Situation der Top 25.

Kernbotschaft: Die Entwicklung der Top 25 Foodservice-Unternehmen der Schweiz (ohne Hotellerie) liegt klar über Branchenniveau. Sie erzielten 2016 gegenüber 2015 ein Umsatzplus von 2 %. Umso beachtlicher, wenn man weiß, das bereits das (kleine) Vorjahresplus auf ein fast 4 %iges Plus von 2014 aufbaute.
Und noch beachtlicher in Relation zu den Gesamtmarktdaten, die bereits im fünften Folgejahr negativ ausfallen. Denn wirtschaftlich kämpft die Schweiz immer noch mit diversen Herausforderungen – der Frankenschock von 2015 zeigt Nachwehen, insbesondere in grenznahen Regionen.

Dazu nun mehr aus Sicht der Befragten des Top 25 Rankings: Wie wirkt sich die Stärke des Franken gegenüber anderen Währungen auf Ihr Geschäft aus (z.B. in Grenznähe, in puncto Einheimische und Touristen)?
  • Die Capture Rate, speziell an Autobahnen, ist unter Druck. Mit Zusatzaufwand sind wir in der Lage über Mehrverkäufe an bestehende Kunden diesen Verlust fast komplett aufzufangen. Autogrill
  • In Basel hat sich das Abendgeschäft auf einem tieferen Niveau als früher eingependelt. Die anderen Städte sind weniger betroffen.  Fredy Wiesner Gastronomie
  • Grenzregionen leiden weiter. Speziell in Basel nutzen Schweizer Konsumenten die Möglichkeit, günstiger im Ausland zu kaufen. Darunter leiden auch die Schweizer Restaurants, da die Shopper sich vor Ort in Deutschland oder Frankreich verpflegen. Gastrag
  • Nur Filialen, die den Standort an der Grenze haben, spüren ein Cross-Border-Shopping. Ikea
  • Flächendeckende Frequenzeinbußen, insbesondere von Gästen aus dem EU-Raum. Marché
  • Der hohe Frankenkurs ist in unserem Kerngeschäft, in dem wir 80 % der Lebensmittel in der Schweiz einkaufen, kaum spürbar. SV Schweiz
  • Die Betriebe in Zürich und Umgebung spüren die Frankenstärke weniger. In Basel ist dieses Thema akuter. Grundsätzlich sind die Auswirkungen der Frankenstärke in Ballungszentren weniger zu spüren. Two Spice
  • Einkaufstourismus in nahes Ausland durch Frequenzabnahme in Innenstadtlagen spürbar. Valora


Die September-Ausgabe mit dem Exklusiv-Ranking der Top 25 Foodservice-Unternehmen der Schweiz ist gerade erschienen. Hier der Link zur pdf:
http://www.cafe-future.net/rankings/pages/?id=559

www.food-service.de


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