Russland

„Höchststrafe“ für McDonald’s

Die 4 geschlossenen McD-Filialen in Moskau müssen 90 Tage zu bleiben. So lautet jetzt die richterliche Anordnung der Regierungsbehörden. Die Gerichte führen für ihre Entscheidung gestern gesundheitliche Gründe an. 2 weitere McD-Filialen im Land mussten auf staatliche Anordnung ebenfalls geschlossen werden – Restaurants in Ekaterinburg sowie Kazan.

Es heißt, die Anwälte der amerikanischen Fastfood-Kette wollen gegen diese 90 Tage „Höchststrafe“ vorgehen, denn sie sei unbegründet. Man habe die Vorwürfe der Verbraucherschutzbehörde bereits behoben bzw. sei dabei, dies zu tun. Warum also weitere 80 Tage ohne Verkaufschancen?

Zu den prominentesten Betrieben, die McDonald’s schließen musste, gehört die Filiale am Puschkin Platz. Sie war bei der Eröffnung am 31. Januar 1990 die Piloteinheit auf einem komplett neuen Territorium. Bis heute ist der Standort mit 700 Indoor- und 200-Outdoor-Sitzplätzen sowie 28 Kassen der meistfrequentierte im weltweiten McD-Netz (über 35.000 Units).

Das Opening Ereignis vor einem Vierteljahrhundert, zog damals in Moskau bei weitem mehr Aufmerksamkeit auf sich, als der zeitgleiche Besuch von Modrow bei Gorbatschow. Ein Symbol für westliche Konsumgüter und für die neue Freiheit.

Bei der Suche nach Mitarbeitern brachte eine einseitige Anzeige in der Prawda 25.000 Bewerbungen. Eingestellt wurden 630 Mitarbeiter. Khamzat Khasbulatov, erster Betriebsleiter von McD in Moskau, ist heute CEO Russland und Präsident der östlichsten von 3 europäischen Divisionen auf der McD-Weltkarte.

www.mcdonalds.ru
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