GB/Schulessen

Jamie Oliver kritisiert Streichpläne von Theresa May

Die britische Premierministerin Theresa May will das bislang kostenfreie Mittagessen für Grundschüler abschaffen. Dies geht aus dem gerade vorgestellten Wahlprogramm der konservativen Partei hervor. Starkoch Jamie Oliver kritisierte Mays Pläne scharf und bezeichnet sie als „Schande“.

Das eingesparte Geld solle zum Teil in ein kostenloses Frühstück für Grundschulkinder fließen, berichtet die Frankfurter Rundschau. Ein Frühstück sei genauso gut wie ein warmes Mittagessen. Gleichzeitig fallen dafür nur ein Zehntel der Kosten an, argumentieren die Tories. Kinder aus einkommensschwachen Familien sollen künftig ihr Mittagsmahl weiterhin gratis erhalten.

Starkoch Jamie Oliver setzt sich seit Jahren mit seiner Kampagne „Food Revolution“ erfolgreich für ein besseres Essen in britischen Schulen ein. Es sei Tatsache, so der Fernsehkoch, dass Kinder nach einem anständigen Lunch leistungsfähiger sind. Zurzeit beendet jedes dritte Kind seine Grundschullaufbahn mit zu vielen Pfunden auf den Rippen.

May werde als Lunch-Diebin in Erinnerung bleiben

Kritik ernten die Tories auch von den einst mitregierenden Liberaldemokraten, für die das kostenfreie Mittagessen einst ein zentrales Anliegen war. Deren bildungspolitische Sprecherin Sarah Olney sieht bereits Parallelen zu Margaret Thatcher, die mit ihrer rigiden Schulsparpolitik damals als Premierministerin den Spitznamen „milk snatcher“, Milch-Diebin, verliehen bekam. „May werde als Lunch-Diebin“ in die Geschichte eingehen, so Olney.

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