McDonald’s

Juli – schwächste Monatsentwicklung seit über 10 Jahren

Der gastronomische Weltmarktführer meldet für den Monat Juli 2014 auf bestehenden Flächen 2,5 % weniger Erlöse als im Juli des Vorjahres. Dazu Analysten: „Its the worst monthly same-store sales results in more than 10 years as it continues to be hammered by supplier woes in China and consumer malaise at home.”

In USA sind die Erlöse in bestehenden Betrieben sogar um 3,2 % gefallen.

Für Europa meldet der Konzern plus 0,5 % bei den Same-Store-Sales (Europe’s relatively good performance was driven by strong sales in France and the United Kingdom, which McDonald’s said was partly offset by negative performance in Germany and Russia).

Am schwächsten die Zahlen für die Region Asia/Pazifik, Middle East und Afrika, nämlich kombiniert ein Minus von 7,3 % - Juli 2014 gemessen an Juli 2013. Dazu muss man wissen, dass diese Kennziffer stets währungsneutral dokumentiert wird.

Das große Problem in praktisch allen Ländern sind die Frequenzen der Restaurants, während der Average-Check sich in diversen Märkten durchaus noch im Plus befindet.

Mit der Bekanntgabe der Juli-Daten in Oak Brook wurden auch die Erwartungen ans Gesamtjahr runtergestuft. Und zwar um 600 Basispunkte, so dass man jetzt mit einem Umsatzminus auf bestehenden Flächen von 0,3 % rechnet. Erstmals seit 2002 ein Minuswert für diese immens wichtige Performance-Kennziffer.

Zu letzterem trage insbesondere auch der Fleisch-Liefer-Skandal in China bei, heißt es, während die negativen Juli-Umsätze mit fehlenden Gästen während der Fußball-WM in Brasilien in Verbindung gebracht werden. Wohlgemerkt, man ist offizieller Partner dieser Mega-Sportveranstaltung. Doch diese exklusive Position hat wohl nicht ausreichend geholfen, mehr Gäste in Zehntausende von Restaurants der Marke McDonald’s in rund 120 Ländern zu holen.

In den letzten 10 Tagen haben sich die Nachrichten aus China überstürzt (Chinese authorities shut down the supplier after a state television exposé showed Husi workers picking up meat from a factory floor and mixing expired meat with fresher meat).

Fest steht: McDonald’s und auch andere große Namen – etwa Yum! – haben sich da von Husi als Lieferant getrennt.

Viele der 2.000 McD-Restaurants im Land der aufgehenden Sonne waren kurzfristig nicht in der Lage, alternative Supplier zu organisieren. So blieb und bleibt der Verkauf von Burgern und Chicken McNuggets vorläufig aus. Doch man will spätestens im September in allen China- und Japan-Betrieben wieder das komplette Sortiment anbieten können.

Zur Gesamtlage heißt es in Oak Brook: „Going forward, McDonald’s is undertaking recovery strategies to restore customers‘ trust and confidence.“

www.mcdonalds.com
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