Schweiz

McDonald’s-Umsatz erstmals seit 2003 rückläufig

Zum ersten Mal seit 2003 konnte McDonald’s in der Schweiz nicht weiter wachsen – der gesamte Gastronomiemarkt des Alpenlandes schreibt bereits seit rund vier Jahren negative Zahlen. 2015 sanken die Erlöse von McDonald’s Schweiz um 33 Mio. sfr auf 702 Mio. sfr. Besonders stark waren die Standorte in den Grenzregionen betroffen. Der umsatzmäßig zweitgrößte Foodservice-Anbieter der Schweiz hat nun auch den negativen Einfluss des starken Schweizer Franken und des Einkaufstourismus zu spüren bekommen.

Der Umsatzanteil am Gastronomiemarkt blieb mit gut 3 % gegenüber Vorjahr stabil, bei insgesamt rückläufigem Gesamtmarkt.

Bei drei Neueröffnungen von November 2015 bis Januar 2016 betreibt McDonald’s aktuell 163 Restaurants in der Schweiz, davon 131 geführt von 42 Lizenznehmern und Joint-Venture-Partnern. Die drei neuen Standorte eröffneten in Bern PostParc, Zürich Löwenstraße sowie Murten. Diese Restaurants sowie die zwei bis drei geplanten Eröffnungen 2016 werden allerdings erst in diesem Jahr in puncto Wachstum zu Buche schlagen.

Die Gründe der rückläufigen Entwicklung macht Harold Hunziker, Managing Director McDonald’s Schweiz, vor allem an der anhaltenden Währungsproblematik fest: „Die Aufgabe des Mindest-Frankenkurses und der damit verstärkte Einkaufstourismus hatte große Auswirkungen auf die Schweiz sowie auch auf unser Unternehmen. Unsere rund 30 Restaurants direkt an den Grenzen konnten klar weniger Gäste begrüßen. Im Gegenzug haben die grenznahen McDonald’s Lokale in Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien neue Gäste gewonnen – Konsumenten aus der Schweiz. 2015 hat sich der Radius der Einkaufstouristen nochmals ausgeweitet.“

2016 will McD Schweiz sowohl mit den bekannten starken Signature-Dishes punkten – allen voran der Big Mac als umsatzstärkstes Produkt sowie der Cheeseburger als am häufigsten bestellter Burger – als auch mit Angebots-Innovationen. So will man mit einer neuen Burger-Kreation zusätzliche Gäste gewinnen.

Im Mai wird die Hamburger-Marke unter dem Motto ‘Slow Food schnell serviert‘ einen Pulled Pork Burger schweizweit lancieren – die neuste Weltpremiere ‘Made in Switzerland‘ im McDonald’s System. In der erfolgreichen Testphase von Oktober bis Dezember 2015 in Zürich und Genf wurden rund 75.000 Pulled Pork Burger verkauft. „Diese Burger-Variante mit vier Stunden lang gegartem, fein gezupftem Schulterfleisch vom Schweizer Schwein kam sehr gut an“, heißt es.

Mit 72 McCafés gilt die Gastro-Kette als größte Kaffeekette der Schweiz. Zudem führt McD in jedem Restaurant McCafé-Offerten an der Theke, in 72 Standorten allerdings explizit mit separater Lounge und erweitertem Angebot. 2008 eröffnete das Gastronomieunternehmen in Vevey das erste McCafé – als separate Kaffeelounge integriert im Restaurant mit einem umfassenden Sortiment an Kaffeespezialitäten und Gebäck.

In rund 50 Restaurants offeriert McDonald’s heute erfolgreich warme Frühstücksvariationen. Im Vergleich zum Vorjahr besuchten von 6 bis 11 Uhr 1/2 Mio. mehr Gäste McDonald’s Schweiz.

xFür noch schnelleren Service – vor allen in den Stoßzeiten – wurden in 113 McD-Restaurants sogenannte Self-Ordering-Kioske integriert. Jede zehnte Bestellung wird heute an einem Self-Ordering-Kiosk aufgegeben. „In 15 Restaurants führen wir einen weiteren Test durch: Service an den Tisch“, fügt Harold Hunziker an. Es zeigt sich, dass die Dauer der Servicezeit ungefähr jener entspricht, die für eine Bestellung an der Theke inklusive Transport des Menüs zum Tisch benötigt wird. „Gefühlt ist die Servicezeit jedoch kürzer“, heißt es. Etwa 50 % der Gäste entscheiden sich in diesen 15 Restaurants für den Service am Tisch.

www.mcdonalds.ch



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