FIFA

McDonald's und Coca-Cola fordern Reform

Zwei große Sponsoren erhöhen nach der jüngsten Korruptionsaffäre den Druck auf den Fußball-Weltverband. In einer offiziellen Verlautbarung fordert McDonald's "bedeutende Änderungen", um das Vertrauen bei Fans und Sponsoren wiederherzustellen. Der langjährige Partner Coca-Cola verlangt eine unabhängige Kommission zur Reformierung der FIFA.

Man habe die FIFA aufgefordert, eine unabhängige Kommission zu unterstützen, die von einem oder mehreren angesehenen, neutralen Führungskräften überwacht wird, erklärte der US-Getränkehersteller am vergangenen Freitag US-Medien gegenüber. Diese Kommission solle die notwendigen Anstrengungen leiten, um die Reform der FIFA zu unterstützen. Coca-Cola sponsert die FIFA bereits seit 1974.

"Wir haben unsere Bedenken direkt an die FIFA gerichtet", teilte die McDonald's Corporation ebenfalls letzten Freitag mit deutlichen Worten auf ihrer Internetseite mit - ohne konkret die Einsetzung einer externen Kommmission zu fordern. "Wir sind nicht zufrieden, wie die FIFA momentan mit den jüngsten Vorfällen, die klar gegen die Kultur und die Werte von McDonald's gehen, umgeht." Im Wortlaut heißt es:

"At McDonald’s, we know our customers around the world are passionate about football, and we share their enthusiasm. That’s why we’ve sponsored the World Cup globally for more than 20 years. But recent allegations and indictments have severely tarnished FIFA in a way that strikes at the very heart of our sponsorship.

As a result, we have expressed our concerns directly to FIFA. We believe FIFA internal controls and compliance culture are inconsistent with expectations McDonald’s has for its business partners throughout the world. We are not satisfied with FIFA’s current handling of the recent incidents that go clearly against McDonald’s culture and values.

FIFA must now implement meaningful changes to restore trust and credibility with fans and sponsors alike. The world expects concrete actions and so does McDonald’s."

Insgesamt werden 14 Personen aus mehreren Ländern in dem jüngsten Fußball-Skandal vom US-Justizministerium der Korruption beschuldigt. Die FIFA teilte auf Anfrage mit, sie schätze es, dass sich die Werbepartner einbringen würden. "Das Ziel der FIFA ist es, die höchsten Standards in der Führung und Verantwortlichkeit für die internationale Fußballgemeinschaft zu erreichen."

Das Exekutivkomitee des Weltverbands will bei seiner Sitzung am heutigen Montag in Zürich nach der Rücktrittsankündigung von Amtsinhaber Joseph Blatter voraussichtlich einen Termin für die Neuwahl des FIFA-Präsidenten festlegen. Zudem hatte Blatter umfassende Demokratiereformen angekündigt. Dies sorgt für Diskussionen, da Kritiker des Schweizers wie DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die Einführung und Umsetzung von Reformen als Aufgabe des neuen FIFA-Chefs ansehen.

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www.coca-cola.com





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