Mailand

Modellprojekt Cascina Cuccagna –Attraktion für Städter

Was tun mit aufgegebenen Bauernhöfen und leerstehenden Gebäuden? Während Bauern rund um die großen Agglomerationen das Ackerland verkaufen und ihre Betriebe aufgeben, suchen Städter das ländliche Ambiente und die Nähe zum Erzeuger. Am Rande von Mailand entstand vor zwei Jahren eine neue, multifunktionale Destination, die jedermann offensteht. Im Zentrum der Wiederbelebung des einstigen Agrarbetriebs: ein höchst erfolgreiches Restaurant.

Cascina Cuccagna: Aus dem prächtigen verlassenen Hofgut wurde ein Ensemble, das verschiedene Funktionen vereint, soziale Aufgaben inbegriffen. Hier finden Workshops statt, es gibt einen Gemüsegarten, immer dienstags einen Bauernmarkt im Innenhof mit anschließendem Aperitif gemeinsam mit den Anbietern – und vor allem ein Restaurant namens Un Posto a Milano.

Der Anspruch hier: qualitativ hochwertige Küche zu bezahlbaren Preisen. Was verarbeitet wird, stammt von kleinen Erzeugern und Manufakturen aus der Lombardei und anderen Regionen Italiens. Man legt bei der Auswahl der Lieferanten Wert auf Respekt vor der Tradition, Nachhaltigkeit und Ethik. Einige der verwendeten Produkte gibt es auch vor Ort zu kaufen. Dazu gibt man ein Food-Magazin mit Berichten über die Lieferpartner und ihre Produkte und allerhand mehr heraus. Seit vergangenem Jahr ergänzt ein Hostel mit 16 Betten das Ensemble.

Hinter dem Projekt steht ein Zusammenschluss diverser Mailänder Initiativen und Organisationen.

www.unpostoamilano.it



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