Coop & Migros (CH)

Neue To-go-Formate

Am Züricher Bahnhof Stadelhofen hatte Coop Schweiz Mitte August 2015 das neue Pilot-Konzept ‘Coop to go‘ vorgestellt. Kürzlich folgte Nummer zwei und bietet Gastronomie im Convenience-Format – für Inhouse- und Take-away-Konsum. Das Konzept soll in den nächsten fünf Jahren an 50 weiteren Standorten (CH) ausgerollt werden. Migros, Marktführer im Foodservice-Sektor, kontert nun und testet unter dem Label ‘Freshly Made‘ ebenfalls ein neues Take-away-Format.

Coop Schweiz-Geschäftsführer Joos Sutter erklärt, er wolle die Möglichkeiten des schnell wachsenden Convenience-Marktes besser ausschöpfen. Darum rollt der Basler Foodservice-Player parallel zu knapp 270 Pronto-Shops an Bahnhöfen und Tankstellen (ca. 780 Mio. sfr. Nettoumsatz) ein zweites Convenience-Format aus: 'Coop to go'. Als Standorte werden Großstädte angepeilt, die Storeflächen sollen von 80 bis 200 qm variabel sein und, wo möglich, eine Sitzecke mit etwa 20 Plätzen für den Sofortverzehr bieten. Auf etwa 80 % beziffert man den Frischeanteil des Angebotes, das breit aufgestellt sein soll.
2016 sollen 15 weitere Stores in der Schweiz eröffnet werden. Man sieht insgesamt Potenzial für etwa 50 Coop-to-go-Outlets.

Der Zürcher Wettbewerber Migros, Marktführer im Schweizer Foodservice-Segment mit rund 743 Mio. sfr. Umsatz 2014, will nun dem Viertplatzierten (361 Mio. sfr.) paroli bieten. Die Tankstellen- und Conveniencetochter Migrolino (über 250 Migrolino-Shops) testet in
Olten und Zürich ebenfalls ein neues Take-away-Konzept mit dem Namen ‘Freshly Made‘.

Coop bietet in seinen beiden Stores den Kunden ein Food-Sortiment von rund 500 Artikeln, das von Müsli- über Salattheke und Mittagsgerichte bis Kuchen und artisanale Kleinbrote reicht. Damit will man von Frühstück bis Abendsnack den Ganztagesbedarf einer breit definierten urbanen Zielgruppe abdecken, die viel unterwegs ist und sich frische, schnelle und gesunde Food-Alternativen wünscht.

Beide Milliarden-Player bespielen somit noch lückenloser als bislang den Food- und Foodservice-Sektor, denn neben Einzelhandel ist man auch in der Handelsgastronomie stark. Beide profitierten 2014 von Unternehmens-Transfers: Coop übernahm Anfang 2014 vom Mövenpick-Konzern die Marché Schweiz AG mit ihren Autobahn-Standorten und zählte zum Jahresende 214 Betriebe. Die Genossenschaft Migros Zürich erwarb Mitte 2014 die Molino AG mit 18 Betrieben in der Deutsch-Schweiz und der Romandie und kam Ende Dezember 2014 auf 291 Outlets.

www.coop.ch
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