New York City beschließt Trans Fat Ban

Das New Yorker ’Board of Health’ hat am Dienstag beschlossen, die Verwendung industriell hergestellter Fette in Restaurants zu verbieten. Vom ersten Juli 2007 an dürfen die Betriebe – von der Eck-Pizzeria bis zur Edelbäckerei – die meisten Frittierfette, in denen die Transfettsäuren enthalten sind, nicht mehr verwenden. Zum 1. Juli 2008 dürfen die Transfettsäuren, die im Verdacht stehen, Herzkrankheiten auszulösen, in keinen in Restaurants verkauften Nahrungsmitteln mehr enthalten sein.



Viele der 24.000 New Yorker Restaurantbetreiber hatten sich zuvor beschwert, die Frist zu Elminierung der Transfettsäuren von sechs Monaten sei zu kurz. Health Commissioner Thomas Frieden stellte eine Verlängerung der Fristen in Aussicht.



Die Vermeidung von Transfettsäuren bedeutet für die Restaurants mehr als nur der Verzicht auf bestimmte Frittierfette: Rezepte müssen überarbeitet werden, die Lieferanten ihre Aussaat umstellen und die Kunden davon überzeugt werden, dass sich am Geschmack der Produkte nichts ändert. Einige große Fast-Food-Ketten wie KFC und Wendy’s haben bereits reagiert und den Wechsel zu transfettfreien Ölen angekündigt. McDonald’s experimentiert noch mit alternativen Ölen, hat aber bisher im Gegensatz zu Europa für seine amerikanischen Restaurants noch keinen Termin für die Umstellung genannt.



Die New Yorker Entscheidung wurde von Gesundheitsorganisationen begrüßt. Allerdings warnt die American Heart Asssociation davor, den Restaurantbetreibern nicht genügend Zeit für die Umstellung zu geben, da diese sonst auf Zutaten mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren zurück greifen könnten, die ebenfalls den Cholesterinspiegel erhöhen.



Die Stadt Chicago erwägt ebenfalls ein Gesetz zur Beschränkung von Transfettsäuren.

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