Panera-Chef Ron Shaich setzt sich auf Diät

Seit vergangenem Freitag hungert  Ron Shaich, Gründer und CEO der US-amerikanischen Systemgastronomie-Marke Panera. Nicht etwa weil er abnehmen wollte oder weil er in finanzielle Nöte geraten wäre. Nein, Shaich will herausfinden, ob und wie man mit den 4,50 $, die das amerikanische Lebensmittelhilfe-Programm SNAP Bedürftigen im Tagesschnitt zur Verfügung stellt, leben kann.
Eine Titelgeschichte der New York Times habe den Anstoß für sein Experiment gegeben, schreibt Ron Shaich in seinem Blog im sozialen Netzwerk LinkedIn. Titel des Artikels: An der Armutsgrenze – Im Mittelpunkt einer Debatte über Essensmarken. Darin geht es um den täglichen Kampf von Millionen von Amerikanern ums Überleben. Viele, so heißt es, müssen regelmäßig Mahlzeiten auslassen und Lebensmittel rationieren. Anlass für den Beitrag ist die aktuelle Debatte des US-Kongresses über die Lebensmittelhilfe. Angestoßen von den Republikanern, die die Kosten für das sogenannte SNAP-Programm (Supplemental Nutrition Assistance Program) weiter senken wollen.

Der Panera-Gründer schließt sich mit seinem Experiment 26 Kongress-Abgeordneten an, die ebenfalls versuchen, mit dem Budget von 31,50 $ pro Woche auszukommen. Seinen täglichen Blogeintrag nutzt Shaich sowohl zur Übermittlung seiner eigenen Einkaufs- und Verzichtserfahrungen als auch zur interaktiven Diskussion des Themas mit jenen, die online zu seinen Posts Stellung nehmen. Darin betont Shaich auch in aller Deutlichkeit, dass er die Erfahrung derer, die täglich und über Jahre mit dem Hunger zu kämpfen haben, nicht trivialisieren will. Sein Experiment sei auch nicht repräsentativ. Das Ziel sei vielmehr, die Realität dieser Menschen zu verstehen und Aufmerksamkeit für die Problematik zu schaffen.

Trotz seiner herausgehobenen gesellschaftlichen Stellung als Firmenlenker und -gründer mit jährlichem Millioneneinkommen genießt Shaich in den USA in puncto soziales Engagement eine hohe Glaubwürdigkeit. Die Kette mit Produkt-Schwerpunkt auf Brot, Salate, Nudeln und Suppen, setzt sich schon seit Jahren für sozial Schwächere ein. So betreibt Panera beispielsweise sogenannte ‘Panera Cares community cafés‘ (Boston, Chicago, Detroit, St. Louis und Portland Ore). In diesen Filialen sind alle Artikel ohne feste Preisauszeichnung. Kunden mit kleinem Geldbeutel können hier den Beitrag leisten, der ihnen möglich ist. Auch für dieses Engagement erntete Panera viel positive PR.   

Ron Shaich's Blog

www.panerabread.com


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