Big-Mac-Index 2017

So viel Burger gibt’s fürs Geld

Seit 1986 veröffentlicht das bekannte britische Wirtschaftsmagazin jährlich den sogenannten Big-Mac-Index. Anhand des Index lassen sich weltweit durch den Vergleich der Preise eines Big Mac mit dem aktuellen US-Dollar-Kurs äußerst plakativ die Unterschiede der Kaufkraft verschiedener Währungen bzw. Währungsräume verdeutlichen. Auch die Beziehungen von Wechselkursen sowie Über- bzw. Unterbewertungen werden verständlich gemacht. „It seeks to make exchange-rate theory a bit more digestible”, so die Economist-Journalisten.

Auch diesem Jahr offenbart der Preisvergleich des Big Mac, der dank McDonald’s strenger Rezepturvorgaben überall aus vergleichbaren Zutaten besteht, dass in den meisten Ländern die Kaufkraft der heimischen Währung gegenüber dem US-Dollar verloren hat.

Auch für den Euro gilt dies laut Big-Mac-Index, er ist im Vergleich zum US-Dollar mit 19,7 % unterbewertet, also gegenüber der US-Währung zu günstig. Während Gäste für den Big Mac in den USA 5,06 US$ zahlen müssen, sind es im Euro-Raum nur etwa 4 US$, umgerechnet etwa 3,80 €. Damit bewegen sich Deutschland und die Euro-Länder etwa im mittleren Bereich der weltweiten Preisspanne. Heißt für amerikanische Touristen in Europa, dass sie ihren Big Mac deutlich günstiger bekommen als zuhause, für europäische Urlauber hingegen müssen in den vereinigten Staaten deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Am teuersten ist der Big Mac in der Schweiz mit etwa 6,44 US$, rund 5,94 €; der Franken ist gegenüber US-Währung um 25,5 % überbewertet. Äußerst günstig hingegen ist er in der Türkei für 2,75 US$ (die türkische Lira ist gegenüber US$ um knapp 46 % unterbewertet) und noch günstiger in Russland zu haben: für gut 2 US$ (der Rubel ist gegenüber US$ um 57,5 % unterbewertet).

Hier der Link zum Interaktiven Tool Big-Mac-Index des Economist: http://www.economist.com/content/big-mac-index

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