Yum! Brands

Spin Off für China-Geschäft

Der US-Konzern gab gestern bekannt, dass er sein Geschäft in China in eine separate Aktiengesellschaft auslagern will – Yum China. Die neue Organisation wird alle drei Marken in Mainland China integrieren und als Franchisenehmer von Yum! Brands agieren. Die Rede ist von aktuell 6.900 Units (insgesamt 41.000 Units weltweit). Im Announcement Spin Off wird erklärt, dass der neue Konzern schuldenfrei startet und überragende Cashflow Perspektiven habe.

Langfristig könnte Yum China in eine Größenordnung von 20.000 Units wachsen und einer der größten Restaurant-Player auf dem Globus werden.

„Yum! Brands will have a more stable earnings stream typical of a franchise company powered by industry-leading brands, while also benefiting from the development of the China business as a unique growth engine,” so Greg Creed, CEO von Yum! Brands.

Yum! Brands war eine der ersten US-Restaurant-Firmen, die in China Geschäft starteten und ausgebaut haben – und zwar mit KFC (aktuell 4.900 Restaurants in mehr als 1.000 chinesischen Städten). Später kam Pizza Hut dazu, Taco Bell ist aktuell noch nicht im chinesischen Markt präsent, doch man sieht Chancen.

Die Herauslösung des China-Geschäfts aus der Yum!-Aktie war erwartet worden. Geplant ist der Vorgang für Ende 2016. Vorangetrieben wurde die Entscheidung für eine Zweiteilung des börsennotierten Konzerns durch einen Investor mit knapp 5 % aller Aktien. Aktueller Anlass war eine deutlich schlechtere Umsatzentwicklung in China als ursprünglich prognostiziert, was die Yum!-Erlöse im dritten Quartal 2015 signifikant einbrechen lies.

Dazu Yum! Executive Chairman David Novak: „Over the years, we built our company’s global structure outside of China based on a franchise model that generates stable earnings, high profit margins, low capital investment and strong cash flow conversion. At the same time, our China business, which has been predominantly equity-owned, generates substantial operating cash flow annually, with tremendous ability to invest in its own growth.”

Er sagt weiter, dass der Deal zwei Best-in-Class Independent Companies mit sehr unterschiedlichen Kapital- und Erfolgsstrukturen hervorbringen wird. Überall außer in China wird Yum! Brands dann hauptsächlich eine Franchisegeber-Organisation sein, deren Einkommen primär aus Royalties der Franchisenehmer bestehen wird. 2014 betrug der Yum!-Umsatz außerhalb Chinas 6,3 Mrd. $ (überwiegend Franchisegebühren). Die chinesische Division generierte einen Umsatz von umgerechnet 6,9 Mrd. $ (hauptsächlich Eigenregie-Erlöse).

Analysten und Wall Street geben der neuen Lösung Support.

www.yum.com

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