Mehrwertsteuer

Weitere EU-Länder senken Satz für Gastronomie

In Tschechien gilt ab Dezember dieses Jahres wieder ein reduzierter Mehrwertsteuersatz für Mahlzeiten und nichtalkoholische Getränke in Restaurants. Zuletzt hatte Anfang Juli Portugal den Wert gesenkt.

Dort gilt seit Juli der reduzierte Satz von 13 % für Mahlzeiten (ohne Takeaway oder Getränke) in Restaurants (auf Madeira 12%, auf den Azoren 9%). Damit folgte das Land einer Empfehlung der OECD. Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatte Portugal ausdrücklich dazu aufgerufen, aus Effizienzgründen sein Mehrwertsteuersystem weiter auszudifferenzieren. Die OECD hatte damit auch ihre eigenen Empfehlungen aus dem Jahr 2014 zur Abschaffung des mittleren Mehrwertsteuersatzes von 13 % und der Eingrenzung des untersten Mehrwertsteuersatzes von 6 % revidiert. Das berichtet der Dehoga Bundesverband.

In tschechischen Restaurants greift ab 1. Dezember 2016 ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von 15 % für Mahlzeiten und nicht-alkoholische Getränke – und damit der gleiche Steuersatz wie im tschechischen Lebensmitteleinzelhandel. Der tschechische Branchenverband konnte diesen Verhandlungserfolg im Kontext der Umstellung auf Online-Fiskalspeicher für die Branche erzielen.

Der Dehoga setzt sich in Deutschland weiter für eine steuerliche Gleichbehandlung von Speisen unabhängig von der Art der Zubereitung und vom Verzehrsort ein.

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