Burger King / Coronakrise

Pandemie-sicheres Restaurantdesign

Kleinere Flächen im Restaurant, dafür mehr Platz für Abholer mit Auto.
Burger King
Kleinere Flächen im Restaurant, dafür mehr Platz für Abholer mit Auto.

In der vergangenen Woche enthüllte Burger King zwei neue Restaurantdesigns, die einen sicheren Betrieb auch im Pandemie-Fall gewährleisten sollen. Bereits im kommenden Jahr werden die ersten Prototypen in Miami, Lateinamerika und der Karibik an den Start gehen. Einzelne Elemente des neuen Konzepts sollen Schritt für Schritt in bestehende Restaurants integriert werden.

"Wenn wir ins Jahr 2021 blicken, werden wir unsere neue Entwicklung weltweit weiter vorantreiben und eine Menge Umbauten vornehmen", kündigte Josh Kobza, Chief Operating Officer von Restaurant Brands International, der Mutter-Company von Burger King und Popeyes, an. Dabei, so Kobza, folge man einem Trend, der sich bereits vor 2020 abgezeichnet und nun beschleunigt habe: Der Anteil des Drive-through-Geschäfts nimmt zu. Aktuell liegt dieser bei Burger King in den USA bereits bei über 65 Prozent.

Burger King Restaurant of Tomorrow I


Gleichzeitig habe die Covid-19-Pandemie dem Delivery-Kanal Wachstum verschafft – und den Absatz dieser Sparte um Jahre nach vorne katapultiert. "Wir sehen immer mehr Gäste, die außerhalb des Lokals speisen wollen, die Drive-through-Optionen nutzen und zum Mitnehmen bestellen wollen", sagte Kobza. "Covid-19 hat viele dieser Veränderungen im Konsumentenverhalten beschleunigt". Diese Entwicklungen hätten Burger King dazu veranlasst, "noch schneller zu innovieren und noch stärker darüber nachzudenken, wie schnell wir uns weiterentwickeln und Angebote wie Drive-through oder das Liefererlebnis verbessern können".
 

Burger King Restaurant of Tomorrow II

In den neuen Restaurant-Layouts können die Kunden an dafür vorgesehene Stellplätze fahren, über die App bestellen und sich Essen ans Auto liefern lassen. Für das Drive-Through-Geschäft sind drei Fahrspuren eingeplant, von denen eine für Auslieferungsfahrer reserviert ist. Wer zu Fuß kommt, kann an einem Fenster im Freien bestellen. Der Gastraum dagegen schrumpft oder wird sogar vollständig gestrichen. 

Mit Drive-through und Delivery durch die Krise

Während des Lockdowns trugen Drive-Through und Delivery das US-Geschäft von Burger King durch die Krise. Im zweiten Quartal machte der Drive-through-Verkauf 85 Prozent des Gesamtumsatzes in den USA aus – etwa 67 Prozent des Gesamtumsatzes in US-Restaurants waren es im vergangenen Jahr. Mehr als 6.500 der fast 7.300 US-Burger-King-Restaurants verfügen über Drive-through-Schalter.

Seit Februar haben etwa 2.000 weitere Burger King-Restaurants in den USA ein Delivery-Angebot installiert. Damit liefern mittlerweile etwa 6.100 US-Units von Burger King aus.

Burger King reiht sich damit in eine Entwicklung ein, die auch andere Quickservice Brands verfolgen. So kündigte zuletzt Taco Bell an, beim Platzangebot in den Restaurants Abstriche machen zu wollen und eine zweite Drive-Through-Spur für die Abholung von Bestellungen per App einzurichten. 





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