Call a Pizza

Deutscher Pizza-Pionier expandiert nach Dubai

Call a Pizza geht in den Mittleren Osten.
Call a Pizza
Call a Pizza geht in den Mittleren Osten.

Als einer der ersten etablierte Call a Pizza 1984 die Bestellung über Telefon in Deutschland. 36 Jahre später geht das deutsche Franchise-Unternehmen einen großen Schritt und eröffnet den ersten Store in Dubai.

Hier eröffneten die Franchise-Nehmer Oliver Stiller und Ali Aldada mit ihrem Team kürzlich den ersten Standort der Marke in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im neuen Shopping-Center Gate Avenue im Dubai International Financial Center ergänzt Call a Pizza den Food-Court mit Pizzen nach den Original-Rezepturen aus Deutschland. Weitere Filialen sollen folgen. 

Franchiser: Ehemaliger Polizist und Hospitality-Manager

In seinem ersten Berufsleben war Oliver Stiller Polizist. "Aber ich habe immer schon gerne gut gegessen und viele Mitglieder meiner Familie arbeiten in der Gastronomie", erklärt der 51-Jährige. Die arabische Welt kennt er ebenfalls bestens, seit er vor zehn Jahren an den Golf zog, wo er heute eine Consulting-Firma für Sicherheitsfragen betreibt. Als seine Leidenschaft für Pizza auf das Angebot traf, die deutsche Marke Call a Pizza nach Dubai zu bringen, griff er zu.

An seiner Seite: Geschäftspartner Ali Aldada (35). Für den Manager mit arabischen Wurzeln und langjähriger Erfahrung in der Hospitality-Branche, der seit neun Jahren in Dubai lebt, geht mit der Eröffnung des ersten Standorts nach langer Planung und Entwicklung ein Traum in Erfüllung: "Zwei Jahre lang habe ich intensiv daran gearbeitet, Call a Pizza nach Dubai zu bringen. Ich bin glücklich, dass es jetzt endlich geklappt hat!"

Verzögerung wegen Corona

"Ursprünglich sollte es schon im Frühjahr losgehen", erzählt Stiller. Doch die Corona-Pandemie bedeutete auch in den Emiraten eine strikte Ausgangssperre für die Bevölkerung. Eigentlich eine große Chance für Lieferdienste. "Leider sind wir mit dem Bau und der Eröffnung im Gate Avenue-Shopping Center nicht rechtzeitig fertig geworden", bedauert Geschäftspartner Aldada. Umso erfreulicher verlief der Start vor rund drei Wochen.

Hier zeigt Call a Pizza auf circa 90 Quadratmetern mit sechs Mitarbeitern neben etwa 20 anderen Konzepten unterschiedlichster Couleur Flagge. Es gibt einen eigenen und einen gemeinsamen Sitzbereich – zu Normalzeiten rund 350 Plätze. "Die Zahl der Tische ist derzeit wegen der Corona-Abstandsregeln begrenzt“, berichtet Stiller.

Das Angebot aus Pizza, Pasta, Fingerfood und Salaten entspricht, abgesehen von Schweinefleisch und Alkohol, den Rezepturen in Deutschland. Es kommt das gleiche Mehl zum Einsatz wie beim  Call a Pizza-Teig hierzulande. "Die übrigen Zutaten kaufen wir vor Ort – natürlich alle halal", betont Aldada.

Liefermarkt wird in Angriff genommen

Das Liefergeschäft steht ebenfalls in den Startlöchern und soll mit eigenen Fahrern und bei besonders großer Nachfrage mit Lieferplattformen wie Deliveroo und Careem organisiert werden. In der unmittelbaren Umgebung der Mall im Herzen des Dubai International Financial Centers wohnen und arbeiten rund 40.000 Menschen, ein Großteil davon Expats aus westlichen Ländern. "80 Prozent davon lassen sich täglich ihre Mahlzeiten liefern," sagt Stiller.

Die europäischen und amerikanischen Communitys in Dubai stehen für die Franchise-Nehmer auch im Fokus ihrer weiteren Expansionspläne. Für ihren zweiten Store haben sie bereits die Media City im Auge.

Schrittweises Wachstum

Das Unternehmer-Duo agiert am Golf als Master-Lizenznehmer für Call a Pizza und hat neben der Metropole Dubai langfristig auch die Nachbaremirate und -länder im Visier. Konkrete Pläne gibt es allerdings noch nicht. 

Call a Pizza-Geschäftsführer Thomas Wilde ist froh, zwei starke Partner für den Start der Marke im Mittleren Osten gewonnen zu haben: "Um ein System wie Call a Pizza in einen anderen Kulturkreis zu exportieren, braucht man Menschen, die den dortigen Markt, die Geschäftsmentalität und die Wünsche der Kunden genau kennen." In Deutschland erwirtschaftete Call a Pizza laut foodservice Top 100 Ranking 2019 einen Systemumsatz von 72 Mio. Euro mit 107 Betrieben (Stand: 31.12.2019).

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