Coronakrise in Europa

Irland geht in den zweiten Lockdown

Five Guys in Dublin. Sechs Wochen lang dürfen Restaurants nur noch Liefern oder Speisen zum Mitnehmen anbieten.
Imago Images / Xinhua
Five Guys in Dublin. Sechs Wochen lang dürfen Restaurants nur noch Liefern oder Speisen zum Mitnehmen anbieten.

Irland geht als erstes Land der EU wegen der Corona-Pandemie in einen zweiten Lockdown. Für die Bevölkerung bedeutet das strenge Ausgangssperren. Für Restaurants, Bars und Pubs bedeutet das zum zweiten Mal: Nur Take-away und Delivery. Die Maßnahmen gelten ab Mittwoch für sechs Wochen.

Pubs, Cafés und Restaurants dürfen nur noch Mahlzeiten zum Mitnehmen oder Liefern verkaufen. Hotels dürfen nur sogenannte "essential workers", übersetzt etwa "systemrelevante Beschäftigte" beherbergen. Ein verheerender Schlag für das ohnehin geschwächte Gastgewerbe. Schon während der ersten Welle des Coronavirus' schränkten in Irland einige der strengsten und längsten Maßnahmen in Europa den Alltag ein. Gastronomien in Dublin, die nur Getränke servieren, durften bis zur jetzigen erneuten Verschärfung nicht wieder öffnen.
Für die irische Bevölkerung gelten zudem weitergehende Einschränkungen. Die Menschen sollen zuhause bleiben und sich etwa für Sport lediglich in einem Radius von 5 Kilometern rund um die eigene Wohnung bewegen dürfen. Ausnahmen gelten für den Weg zur Arbeit und notwendige Besorgungen. Privatbesuche sind verboten, ebenso jegliche Veranstaltungen bis auf streng kontrollierte Hochzeiten und Beerdigungen. 

Premierminister Micheal Martin sagte, man hoffe, die Maßnahmen zum 1. Dezember wieder lockern zu können, auf Stufe 3 statt wie momentan die höchste Stufe 5. Mit Stufe 3 dürften unter anderem Restaurants wieder 15 Gäste im Freien bewirten.

Einschränkungen in anderen EU-Ländern

Auch in anderen Regionen und Ländern Europas gelten wegen der steigenden Covid-19-Infektionszahlen Einschränkungen für Gastronomen. In Nordirland sind seit wenigen Tagen die Restaurants für vier Wochen geschlossen. Auch in den Niederlanden sind die Restaurants wieder zu, in Brüssel zum Teil. In Paris und weiteren französischen Corona-Hotspots gelten teils ab 21 Uhr Sperrstunden, Bars bleiben seit dem 6. Oktober wieder zu. In Österreich und der Schweiz sind Restaurants weiterhin geöffnet, doch die Auflagen für Gastronomen wurden unlängst verschärft – etwa durch erweiterte Maskenpflicht oder weniger erlaubte Personen pro Tisch.


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