Foodora

Lieferdienst gibt Geschäft in Frankreich auf

Ab sofort fahren keine Kuriere mit dem pinken Foodora-Logo mehr durch französische Gassen.
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Ab sofort fahren keine Kuriere mit dem pinken Foodora-Logo mehr durch französische Gassen.

Erst Australien, jetzt der Rückzug aus Frankreich, Italien und den Niederlanden. Die Delivery-Hero-Tochter Foodora will sich künftig ausschließlich auf Märkte konzentrieren, in denen es Chancen auf die Marktherrschaft hat.

In den sozialen Medien hatte Foodora seinen Rückzug allerspätestens für den 28. September 2018 angekündigt und sich bei seinen Nutzern bedankt. Aktuell ist die französische Website des Unternehmens nicht mehr erreichbar. Damit zieht sich Foodora in Frankreich aus insgesamt acht Städten zurück. Rund 1.500 Kuriere und 40 weitere Mitarbeiter müssen sich nun einen neuen Arbeitgeber suchen.

Aus für Foodora in mehreren Ländern

Laut eigenen Angaben hatte sich die Muttergesellschaft Delivery Hero bis zum Schluss bemüht, einen Käufer für den französischen Ableger zu finden. Allerdings habe es kein Angebot gegeben, das es Foodora erlaubt hätte, die "Grundlagen unserer Identität" zu erhalten. Aus ähnlichen Gründen schließt Delivery Hero auch die Foodora-Sparten in den Niederlanden und Italien. Aus Australien hatte sich das Unternehmen bereits im August zurückgezogen, wohl auch nachdem es dort wiederholt wegen seiner Arbeitsbedingungen in die Kritik geraten war.

Frankfreich-Start 2015

Im Juni 2015 war Foodora, knapp zwei Monate nach dem britischen Konkurrenten Deliveroo, in der französischen Hauptstadt gestartet. Jedoch gelang es dem deutschen Lieferdienst nie, seinen Kontrahenten zu überholen. Zusätzlich startete Ende 2015 mit UberEats ein weiterer großer Player auf dem französischen Delivery-Markt durch und sicherte sich schnell wichtige Marktanteile. Nach dem belgischen Lieferservice Take Eat Easy und dem französischen Pendant Tok Tok Tok ist Foodora bereits der dritte Anbieter, der in Frankreich die Segel streicht.
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