Nach Vorfall in Philadelphia

Starbucks schickt US-Mitarbeiter zum Rassismustraining

Starbucks-Standort mit Logo des Unternehmens.
Pixabay
Starbucks-Standort mit Logo des Unternehmens.

Starbucks schließt in den USA am 29. Mai seine 8.000 US-Standorte. An diesem Tag sollen alle 175.000 US-Mitarbeiter an einem Sensibilisierungs-Training gegen rassistische Vorurteile und Diskriminierung teilnehmen. Hintergrund ist ein Vorfall in Philadelphia.

Laut Starbucks-Chef Kevin Johnson seien die Kurse nur eine von mehreren Maßnahmen, die das Unternehmen gegen Diskriminierung ergreifen wolle. Für neue Mitarbeiter sei ein Anti-Rassismus-Training künftig obligatorisch, hieß es in einer Mitteilung Johnsons. "Dies betrifft nicht nur Starbucks, aber wir wollen Teil einer Lösung sein", wird Johnson zitiert.

Der Auslöser ist ein Vorfall in einer Starbucks-Filiale in Philadelphia. Hier rief ein Angestellter die Polizei, die zwei afroamerikanische Besucher verhaftete und in Handschellen abführte. Der Angestellte warf den Besuchern Hausfriedensbruch vor, weil sie nichts bestellt hätten. Der Anwalt der Besucher erklärte später gegenüber US-Medien, sie hätten lediglich auf einen dritten Gast gewartet.

Die beiden Besucher kamen kurz nach der Festnahme wieder frei, der betreffende Starbucks-Angestellte wurde laut Unternehmen beurlaubt.

Ein Video der Festnahme kursierte im Internet und wurde millionenfach geklickt. Daraufhin protestierten am 16. April eine Gruppe Menschen vor dem Starbucks in Philadelphia und legte zwischenzeitlich den Betrieb lahm.
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