Re-Start Mallorca

Gastronomen setzen Genehmigung aufs Spiel

Das Rathaus von Palma droht Gastronomen bereits kurz nach Öffnung schon wieder mit der Schließung der Außenbereiche.
imago images / Chris Emil Janßen
Das Rathaus von Palma droht Gastronomen bereits kurz nach Öffnung schon wieder mit der Schließung der Außenbereiche.

Rund 11.000 deutsche "Testurlauber" sind nach dem dreimonatigen Lockdown auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca angekommen. 820 Gastronomen dürfen mit einer Sondergenehmigung Tische auf die Straße stellen. Die Regierung der Insel-Hauptstadt warnt jedoch vor zu bedenkenlosem Umgang mit Hygienevorschriften und droht mit Schließung der Außenbereiche.

 
Wie die "Mallorca Zeitung" berichtet, müssen Restaurants in Palma de Mallorca damit rechnen, die Option auf Erweiterung ihrer Außenfläche zu verlieren, sofern die Hygienevorschriften der Behörden wiederholt missachtet werden.

Demnach hat die Stadt Palma insgesamt 820 Restaurants und Cafés mit einer Sondergenehmigung erlaubt, Tische an jenen Orten aufzustellen, wo sonst Autos parken. So könnte die Reduzierung der Sitzplätze wegen der Abstands- und Hygieneregeln aufgefangen werden.

Laut Bericht hätten etwa 1.000 Gastronomen diese Sondergenehmigung beantragt, 820 hätten letztlich die Erlaubnis von der Stadt erteilt bekommen.

Löcher im Asphalt

"In den vergangenen Tagen habe das Rathaus jedoch einen zunehmend laxen Umgang mit den Vorschriften in Cafés festgestellt", schreibt die Zeitung nun. So stünden zu viele Tische zu dicht zusammen. Auch seien Löcher in den Asphalt gebohrt worden, um Sonnenschirme und Zäune zu befestigen. Zudem seien Parkplätze für Menschen mit Behinderung verbotenerweise besetzt worden.

Re-Start Mallorca: Die Testurlauber sind da



Die Zeitung schreibt weiter, dass etwa die Hälfte der 820 Restaurants, die eine Sondergenehmigung erteilt bekamen, zuvor keine Tische im Freien aufgestellt hatten. Die städtische Maßnahme ziele auch darauf ab, rund 3.000 bis 4.000 Menschen den Job zu erhalten, heißt es im Bericht. Kommt es allerdings weiter zu dieser laxen Auslegung der Sondergenehmigung, kann die Option bald schon wieder vom Tisch sein.


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