Rückkehr in Etappen

McDonald's öffnet in der Ukraine

McDonald's möchte einige Restaurants im Westen der Ukraine sowie in der Hauptstadt Kiew wieder eröffnen.
IMAGO / ZUMA Wire
McDonald's möchte einige Restaurants im Westen der Ukraine sowie in der Hauptstadt Kiew wieder eröffnen.

Mit Beginn der russischen Invasion hatte McDonald's alle 109 Restaurants in der Ukraine geschlossen. Jetzt hat das Unternehmen angekündigt, einige Units im Westen des Landes und der Hauptstadt Kiew wieder zu öffnen.

Nach Beratungen mit offiziellen Behörden, Lieferanten und Sicherheits-Spezialisten hat McDonald's entschieden, dass es in einigen Regionen der Ukraine wieder eröffnen könne. Noch ist unklar, wieviele Units das Unternehmen wieder eröffnen wird und wann.

McDonald's hat seine 10.000 Angestellten in der Ukraine seit der Invasion weiter bezahlt und über die Ronald McDonald House-Stiftungen Katastrophenhilfe in dem Land organisiert. Paul Pomroy, SVP von McDonald's International berichtet, dass Mitarbeiter in der Ukraine den Wunsch geäußert hätten, die Restaurants wieder zu eröffnen und wieder zu arbeiten. Für die Menschen sei es eine Chance, aus dem monatelangen Belagerungs-Zustand raus und zurück in ein Stück Normalität zu kommen. 

Unterstützung der Ukraine

"Die Überzeugung, dass dies zu einer kleinen, aber wichtigen Normalität beitragen würde, ist in den letzten Monaten gewachsen", sagte Pomroy in einer internen Nachricht. "Ukrainische Beamte haben uns außerdem darauf hingewiesen, dass die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs die lokale Wirtschaft und das ukrainische Volk unterstützen wird."

In den nächsten Monaten müsse das Unternehmen mit den Lieferanten klären, wie es die Produkte zu den Restaurants bekommt. Das Unternehmen arbeite außerdem an verbesserten Sicherheits-Prozeduren.

Reaktionen aus dem Land

Die politische Führung in Kiew reagierte prompt auf die Nachricht. Der Chef des Präsidentenbüros, Andrij Jermak, veröffentlichte auf Twitter Pommes- und Hamburger-Emojis - zusammen mit einer ukrainischen Flagge.

Außenminister Dmytro Kuleba bezeichnete den Wiedereröffnungsplan als "politische Entscheidung". Millionen Ukrainer hätten sich nach den Big Macs gesehnt, schrieb der 41-Jährige auf Facebook. Darüber sei es ein wichtiges Signal an die internationale Wirtschaft, fügte Kuleba hinzu: "Das sind Arbeitsplätze und Steuern für den ukrainischen Haushalt, das Überleben unserer Wirtschaft in Zeiten der russischen Aggression."

Russland Exit

Als Reaktion auf den Krieg hatte McDonald's auch sämtliche 850 Filialen in Russland verkauft. Diese wurden mittlerweile an einen sibirischen Unternehmer verkauft, der sie unter einem neuen Namen wiedereröffnet hat.

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