SSP Group / Geschäftsjahr 2020

Umsatz um 48 % gesunken

Mit dem Fortgang der Covid-Impfungen erwartet SPP eine Erholung des internationalen Reisemarkts im Frühjahr.
imago images / Ralph Peters
Mit dem Fortgang der Covid-Impfungen erwartet SPP eine Erholung des internationalen Reisemarkts im Frühjahr.

Die SSP Group hat ihre Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr (Ende: 30. September 2020) bekannt gegeben: Der Umsatz des international agierenden Verkehrsgastronomie-Spezialisten ist aufgrund der Covid-19-Pandemie um 47,9 Prozent eingebrochen. Auf vergleichbarer Fläche lag das Minus bei 50,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach einem starken ersten halben Halbjahr mit einem Flächenwachstum von fast 6 Prozent brachen die Zahlen des auf Travel Hubs spezialisierten Unternehmens SPP massiv ein. Umsatzeinbrüche von über 90 Prozent im dritten Quartal und über 70 Prozent im 4. Quartal waren bedingt durch den fast völligen Stillstand des Reisemarkts.

Trotz der massiven Umsatzrückgänge gibt sich das Unternehmen mit Sitz in UK optimistisch. Man habe schnell auf Covid-19 reagiert und umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, zur Beschaffung zusätzlicher Liquidität und zur Senkung der Kostenbasis ergriffen, so dass das Unternehmen gut aufgestellt sei, um von der Erholung des Reisesektors zu profitieren, heißt es aus London.
„Wir haben schnelle und entschlossene Maßnahmen ergriffen.“
Simon Smith

"Covid-19 hat weiterhin eine beispiellose Auswirkung auf die Reisebranche und auf die Geschäfte von SSP in allen Regionen der Welt. Wir haben schnelle und entschlossene Maßnahmen ergriffen, um die Kosten zu senken, die Liquidität zu erhalten und die finanzielle Position der Gruppe erheblich zu stärken", kommentierte Simon Smith, CEO der SSP Group.

"Durch die Neuverhandlung der Mieten, die Anpassung unserer Speisekarten und die Senkung der Fixkosten haben wir ein neues, flexibleres Betriebsmodell geschaffen. Dadurch konnten wir schnell auf die Passagiernachfrage reagieren und bis Ende September mehr als ein Drittel unserer Standorte wieder eröffnen und den Reisenden einen wichtigen Service bieten."

Man erwarte über den Winter weiterhin "verhaltene Passagierzahlen", so Smith. Doch man sei optimistisch, dass die Impffortschritte ab dem Frühjahr einen deutlichen Aufschwung im nationalen und internationalen Reiseverkehr mit sich bringen werden. "Wir sind bereit, schnell zu reagieren. Die Maßnahmen, die wir ergreifen, um das Geschäft wieder aufzubauen, werden uns in eine starke Position versetzen, um die Erholung sowie künftige neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen und ein langfristiges, nachhaltiges Wachstum zum Nutzen aller unserer Stakeholder zu erzielen."
Kennzahlen des Geschäftsjahrs 2019/20 (Ende: 30. Sept. 2020)
● Umsatz: 1.433,1 Mio. £ (- 47,9 % währungsbereinigt)  
● Umsatz auf vergleichbarer Fläche: -50,8 %
● Operativer Verlust: 363,9 Mio. £ (nach IFRS 16)
● Verlust vor Steuern von 425,8 Mio. £ (nach IFRS 16)
● Die Nettoverschuldung steigt auf 692 Mio. £ gegenüber 483,4 Mio. £ zum 30. September 2019.

 
 

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