Starbucks

Bis 70 Prozent Minus bei Same-Store-Sales Ende März

Auch die Roastery-Konzepte der Kaffeebar-Kette sind von der Corona-Pandemie betroffen.
Starbucks / MG Photography LLC
Auch die Roastery-Konzepte der Kaffeebar-Kette sind von der Corona-Pandemie betroffen.

Mit den vorläufigen Finanzergebnissen des Unternehmens für das zweite Quartal meldet Starbucks erste Zahlen. Darüber hinaus wurde der Ausblick für das zweite Halbjahr 2020 wegen der Corona-Pandemie zurückgezogen. Starbucks prognostiizierte ein Umsatzplus zwischen 6 und 8 Prozent und Same-Store-Sales zwischen 3 und 4 Prozent. Die Erträge im zweiten Quartal würden aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 in China und dann in den USA gegenüber dem Vorjahr fast halbiert.

In der Ad-hoc-Mitteilung von Starbucks heißt es, dass bis zum Ende des Monats 56 Prozent der firmeneigenen Geschäfte und 45 Prozent der lizenzierten Geschäfte in den USA geschlossen waren. Die verbliebenen noch offenen Geschäfte waren Drive-Through-Shops oder Lizenz-Einheiten im Lebensmitteleinzelhandel. 
Vor dem 11. März lagen die Same-Store-Sales bei Starbucks in den USA für das erste Quartal bei plus 8 Prozent bei 4 Prozent mehr Transaktionen. In der letzten Märzwoche sank der Umsatz jedoch auf vergleichbaren Flächen schließlich im Heimatmarkt um 60 bis 70 Prozent im Zusammenhang mit der Corona-Krise. 

Im zweiten Quartal 2020 (endete am 31.03.2020) gingen in Summe im Vergleich zum Vorjahr die Umsätze auf vergleichbaren Flächen systemweit um 3 Prozent runter, was den rapiden Rückgang im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie widerspiegelt. Der geschätzte Gewinn pro Aktie wird voraussichtlich 32 Cent pro Aktie betragen. Zuletzt wurden 53 Cent genannt. 

"Die Schätzungen spiegeln die Auswirkungen der Umsatzeinbußen in diesem Zeitraum sowie die zusätzlichen Ausgaben für Löhne und Sozialleistungen der Mitarbeiter und andere Aktivitäten im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch wider", berichtet das Unternehmen. Dazu gehört unter anderem die Abschreibung von Lagerbeständen. 

"Obwohl das Virus erst Mitte März begann, unsere Geschäftsergebnisse in den USA wesentlich zu beeinflussen, haben wir ab Ende Februar schrittweise Schritte unternommen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen", sagte CEO Kevin Johnson bei der Einreichung des SEC-Antrags.

Deutliche Besserung auf dem chinesischen Markt

In China hingegen verbessert sich die Situation erheblich. Starbucks berichtet, dass 95 Prozent seiner Kaffeebars in China geöffnet sind und sich die Same-Store-Sales im März allmählich auf einen Rückgang von 64 Prozent verbesserten, verglichen mit einem 78-prozentigen Rückgang im Februar. Bis zur letzten Märzwoche war der Umsatzrückgang in Kaffeebars, die länger als zwölf Monate in Betrieb sind auf 42 Prozent gesunken.

Chinas Gesamtleistung im zweiten Quartal lag "am unteren Ende" der Prognosen, was auf einen 50 prozentigen Rückgang der Same-Store-Sales für das Quartal zurückzuführen war, "hauptsächlich aufgrund vorübergehender Ladenschließungen, begrenzter Betriebszeiten und stark reduzierter Kundenfrequenz während des Zeitraums".

"Wir gehen davon aus, dass die negativen finanziellen Auswirkungen im dritten Quartal deutlich größer sein werden als im zweiten Quartal und sich bis in das vierte Quartal erstrecken werden", sagte Kevin Johnson. "Auf jeden Fall glauben wir aufgrund unserer bisherigen umfangreichen Erfahrungen in China weiterhin, dass diese Auswirkungen vorübergehender Natur sind und dass sich unser Geschäft mit der Zeit vollständig erholen wird."

Starbucks wird voraussichtlich am 28. April die Ergebnisse des zweiten Quartals bekannt geben.


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