Valora / Corona-Krise

Corona belastet Geschäft weiterhin

Der Schweizer Kiosk-Spezialist Valora rechnet wegen der anhaltenden Corona-Pandemie mit einem negativen Effekt auf den EBIT und den Reingewinn.
Valora
Der Schweizer Kiosk-Spezialist Valora rechnet wegen der anhaltenden Corona-Pandemie mit einem negativen Effekt auf den EBIT und den Reingewinn.

Zwar darf der Schweizer Convenience- und Foodservice-Spezialist Valora mittlerweile alle Verkaufsflächen öffnen, behördliche Anordnungen führen jedoch weiterhin zu Frequenz- und Umsatzverlusten. Dies teilte das Unternehmen bei der jüngsten Generalversammlung in Basel mit.

Wegen der anhaltenden Einschränkungen werden derzeit knapp 50 Prozent der mehr als 2.700 Verkaufsstellen des Unternehmens mit teils stark reduzierten Öffnungszeiten betrieben. "Die Auftragserteilung im B2B-Geschäft mit Laugenbackwaren ist aufgrund der weiterhin tiefen Nachfrage im Ausser-Haus-Markt zurückhaltend, erholt sich jedoch langsam", heißt es aus dem Unternehmen.

Die Entwicklungen in den letzten Wochen schlagen sich weiterhin stark in den Umsätzen nieder, wobei sich nun leicht positive Tendenzen abzeichnen, berichtet Valora. Während der Umsatzverlust laut Mitteilung im Retail-Netzwerk im April 2020 in den relevanten Märkten auf gleicher Fläche bei circa 20 Prozent gegenüber Vorjahr gelegen habe, zeige er sich im Mai bei rund 10 Prozent.

Abhängig von Lockerungen

Im Food-Service-Netzwerk beträgt der Rückgang im Mai rund 60 Prozent, wobei er im April bei rund 70 Prozent lag. "Im B2B-Geschäft liegt der Umsatz auch im Mai 60 Prozent unter Vorjahr", teilt Valora mit. "Die künftige Entwicklung hängt weiterhin davon ab, wie und wann sich die von den verschiedenen Länderbehörden verfügten Lockerungen des jeweiligen Lockdowns auf die Kundenfrequenz auswirken und auch ob und wie schnell sich das Kaufverhalten der Kunden wieder normalisiert."

Verzicht auf Dividenden

Für verlässliche Prognosen zur weiteren Umsatz- und Ertragsentwicklung sei es nach wie vor zu früh. Valora rechnet aber sowohl für das erste Halbjahr wie auch für das gesamte Jahr 2020 mit einem deutlich negativen Effekt auf den EBIT und den Reingewinn. Allerdings könne davon ausgegangen werden, dass im Free Cashflow die negativen Effekte mit Investitionsstopps und dem Dividendenverzicht weitgehend aufgefangen werden können, sodass nur eine leicht steigende Netto-Verschuldung per Ende Jahr zu erwarten sei.
Über die Valora Gruppe
Das Schweizer Unternehmen ist in erster Linie an Verkehrsstandorten in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Luxemburg, Niederlande und Frankreich tätig. Neben Kiosk-Konzepten gehören die Foodservice-Marken Ditsch, Brezelkönig, Caffè Spettacolo und Backwerk zum Portfolio. Ebenso betreibt Valora eine der weltweit führenden Produktionen von Laugengebäck und profitiert im Bereich Backwaren von einer stark integrierten Wertschöpfungskette. Valora erzielt nach eigenen Angaben jährlich einen Außenumsatz von über 2,7 Mrd. Schweizer Franken. Der Hauptsitz der Gruppe befindet sich in Muttenz, Schweiz. In Deutschland betrug der Foodservice-Umsatz (netto) im Jahr 2019 geschätzt 265 Mio. Euro (+ 1 %) bei 495 Units (-19 vgl. Vj.) (Stand: 31.12.2019, Quelle: foodservice Top 100).


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