Veganuary-Kampagne

Weltweit mehr als 400.000 Teilnehmer

Mit einer breiten Medienkampagne warb die Organisation Veganuary in diesem Jahr für die vegane Lebensweise.
Veganuary
Mit einer breiten Medienkampagne warb die Organisation Veganuary in diesem Jahr für die vegane Lebensweise.

Seit 2014 animiert die britische Veganuary-Kampagne Menschen weltweit dazu, im Januar eine vegane Lebensweise auszuprobieren. In diesem Jahr feiert sie mit über 400.000 offiziellen Teilnehmern, 600 partizipierenden Unternehmen und mehr als 550 neu gelaunchten Speisen einen neuen Rekord.

Die diesjährige Veganuary-Kampagne habe die Erwartungen komplett übertroffen, erklärte die für die Organisation verantwortliche Nichtregierungsorganisation Veganuary in ihrem Abschlussbericht 2020. Dies sei nur durch die tatkräftige Unterstützung durch Sponsoren und Partner möglich gewesen. So hat die Zusammenarbeit mit 24 Partnerorganisationen beispielsweise die Kampagne in diesem Jahr in 13 zusätzliche Länder, darunter die Schweiz, Italien, Schweden und Australien gebracht. Zudem sprachen sich zahlreiche Prominente, darunter Schauspieler Joaquin Phoenix und Rocklegende Brian May, öffentlich für eine vegane Lebensweise aus. 

Die meisten Menschen meldeten sich in Großbritannien und den USA offiziell zur Veganuary-Challenge an. Auf Platz drei folgte Deutschland. Rund 38 Prozent der Teilnehmer gaben als Grund für den temporären Verzicht auf tierische Produkte ihre Gesundheit an. Das Thema Tierwohl schaffte es mit 37 Prozent "nur" auf den zweiten Platz. 

Die Top 10 Veganuary Länder 2020

Quelle: Veganuary
R. Land 
1 Großbritannien 
2 USA 
3 Deutschland 
4 Chile 
5 Argentinien 
6 Mexiko 
7 Italien 
8 Südafrika 
9 Australien 
10 Schweden 



Auch die Quickservice-Gastronomie beteiligte sich 2020 verstärkt an der Kampagne und bot eine Vielzahl von neuen pflanzlichen Offerten an. So launchte Pizza Hut in Großbritannien beispielsweise die vegane Pepperphoni Pizza, Subway nahm ein Meatless Meatball Marinara-Sandwich ins Menü auf und die Bakery-Kette Greggs feierte mit ihrem Vegan Steak Bake einen solchen Erfolg, dass das Produkt nun landesweit ausgerollte werden soll. In Deutschland testete KFC dagegen einen veganen 'Chicken'-Burger, gleichzeitig stiegen die Buchungen in veganen Restaurants laut dem Abschlussbericht um stolze 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Profitiert hat vom Veganuary auch der Einzelhandel. Insgesamt wurden im Januar rund 650 neue pflanzliche Produkte neu in die Sortimente der einzelnen Unternehmen aufgenommen. So präsentierte Dr. Oekter in Großbritannien zum Beispiel eine Vegan Stuffed Crust Pizza, Marks & Spencer’s  ein Vegan Chicken Kiev and die Snack-Marke Kettle’s  brachte Vegan Sheese & Red Onion Chips auf den Markt. In Deutschland dagegen bewarb Dr. Oetker seine pflanzliche Crème fraîche-Variante Creme Vega. 

Zahlreiche Unternehmen nahmen zusätzlich an der Workplace Challenge des Veganuary teil und motivierten ihre Mitarbeiter, 31 Tage lang auf tierische Produkte zu verzichten. Prominene Beispiele sind hier der Drogerie-Riese Rossmann, der britische Delivery-Service Deliveroo sowie die Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers.

Über Veganuary
Die Nonprofit Organisation Veganuary wurde 2014 von Matthew Glover und Jane Land in Großbritannien gegründet. Jedes Jahr im Januar ruft die Organisation Privatpersonen und Unternehmen dazu auf, 31 Tage lang eine vegane Lebensweise auszuprobieren. Seit 2019 ist die Deutsche Ria Rehberg, CEO von Veganuary.

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