Wachstumspläne

Starbucks setzt auf drei Themen

Kevin Johnson, President und CEO von Starbucks beim 26. Shareholder Meeting.
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Kevin Johnson, President und CEO von Starbucks beim 26. Shareholder Meeting.

Eine Verdopplung des Marktwerts und ein Umsatzwachstum von 14 Mrd. US-$ auf 23 Mrd. US-$ hat in den vergangenen fünf Jahren die weltweit am weitesten distribuierte Kaffeebarmarke erzielt.



Dies berichtete Kevin Johnson, President und CEO von Starbucks beim 26. Shareholder Meeting in Seattle in dieser Woche. Die Basis für weiteres Wachstum sei gelegt. Er betonte drei einzigartige Kernthemen des Unternehmens: das steigende digitale Engagement, die wachsende Bedeutung in China und die Marke Starbucks Reserve als das Innovations-Labor der Zukunft.

Die Neuheiten der Starbucks App sollen die digitale Beziehung zu den aktuell mehr als 60 Mio. Nutzern pro Monat in den USA erhöhen, vor allem mit denen, die noch keine Mitglieder des Loyalty-Programms Starbucks Rewards sind. Zusätzlich zur Öffnung der Mobile-Order-und-Payment-Funktion der App für Nutzer, die nicht Teil des Rewards-Clubs sind, will Starbucks eine Reihe von Kampagnen starten – inner- und außerhalb der Stores. Eine personalisierte Ansprache soll neue Umsatzmöglichkeiten generieren.

Die Zukunft von Starbucks China

Die Anzahl der Stores in China stieg in den vergangenen fünf Jahren von 800 auf 3.200. Durchschnittlich alle 15 Stunden feierte ein Starbucks Eröffnung. 2021 sollen es mehr als 5.000 Coffee Houses in China sein. Das Unternehmen befindet sich eigenen Angaben zufolge im Plan.

Premium strahlt auf das Kernbusiness

Seit der Eröffnung der ersten Starbucks Reserve Roastery in Seattle investierte die Company weiter in die Expansion der Reserve-Marke, die sich um Kaffee von kleinen Farmen dreht, und um ein eindrückliches Einkaufserlebnis. Das Essen stammt von der Artisan Bakery Princi aus Italien.

Hervorgehoben wurden die Eröffnung der ersten internationalen Roastery in Schanghai und der Launch der ersten Princi-Location in den USA, in Seattle. Zudem gingen Dutzende Starbucks Reserve Bars weltweit an den Start. Kürzlich auch am Unternehmenssitz in Seattle.

Starbucks plant außerdem Princi-Stores als Stand-alone-Lösungen in Seattle, Chicago, New York und Schanghai. Roasterys werden im Laufe dieses Jahres in Mailand, New York und 2019 in Tokyo und Chicago ihre Pforten öffnen.

Das Premium-Segment soll im Laufe der Zeit mehrere Roasterys und rund 1.000 Reserve Stores enthalten. 20 % der Starbucks-Standorte werden zu Reserve Bar-Units. Diese drei Formate sollen dem Unternehmen in den kommenden Jahren die Möglichkeit bieten, sowohl Neuerungen in puncto Gästeerlebnis als auch hinsichtlich der Produkte einzuführen. Beispiele für Produktinnovationen sind Blonde Espresso Roast und die Range an kalten Getränken.

Weltweiter sozialer Einfluss

Starbucks will einen ‘grüneren Becher’ kreieren und hat ein 10-Mio.-US-$-Investment ausgerufen. Das Projekt NextGen Cup Challenge erfolgt in Partnerschaft mit der Closed Loop Foundation.

Die Kaffeebar-Marke verkündet darüber hinaus neue Standards in Sachen Global Pay Equity und das Ziel 100 % Lohngerechtigkeit sowohl hinsichtlich des Geschlechts als auch für Menschen jeglicher Herkunft in den USA zu erreichen.

Ins Leben gerufen wurde zudem ein Pilotprojekt mit ausgewählten Kaffeebauern in Costa Rica, Kolumbien und Ruanda. Entwickelt werden soll eine integrierte Daten-Plattform, die Transparenz zwischen Kaffeefarmern und Gästen in den Stores in Echtzeit ermöglichen soll.

Starbucks Coffee Company zählt weltweit mehr als 25.000 Coffee Houses.

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